Der legendäre Multivan Surf Cup Sylt findet alljährlich in der letzten Juliwoche in Westerland auf Sylt statt. Vom 26.-30. Juli 2017 wird die beliebte Nordseeinsel zum wahren Mekka der Windsurfer, denn im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Windsurfen ausgetragen. Anders als zum Beispiel im Kitesurfen, bei dem die Deutsche Meisterschaft während der Saison über fünf Tourstopps ermittelt wird, finden die Deutschen Meisterschaften im Windsurfen als Einzelevent statt.Choppy Water/mediahouse.one

Gestartet wird beim Surf Cup Sylt in vier Disziplinen

Slalom

In der Disziplin Slalom starten die Teilnehmer in einzelnen Heats (Ausscheidungsrunden) und kämpfen sich von Runde zu Runde, bis sich nur noch etwa 16 Teilnehmer im Finale an der Startlinie platzieren. Gestartet wird ab 11 Knoten Wind (4 Bft-Windstärken). Ausgelegt wird ein Down-Wind-Slalom Kurs, welcher mit Höchstgeschwindigkeit absolviert werden muss. Gewertet werden außerdem die besten Manöver an den Bahnmarken.

Racing

Die Disziplin Racing (Formula Windsurfing) gilt als die Leichtwinddisziplin, da ein Start bereits ab 7 Knoten (3 Windstärken) möglich ist. Gestartet wird im Full-Fleet-System, das bedeutet, dass alle Teilnehmer gemeinsam über die Startlinien gehen und anschließend möglichst schnell und mit der besten Taktik einen Kurs absolvieren. Neuheiten? Erstmalig werden in diesem Jahr auch die neuen Hightech-Foil-Boards zugelassen.

Freestyle

Die Disziplin Freestyle wird ebenfalls ab 5 Windstärken (15 Knoten) gestartet. Die besten Tricks und Manöver können jedoch bei Flachwasser gezeigt werden. Im K.O.-System kommt es hier auf die besten und neuesten „Moves“ an, die ebenfalls von einer Jury bewertet werden.

Das Besondere: Die Teilnehmer bewerten sich im Rahmen der German-Freestyle-Battle-Serie selbst!

Der Freestyle Contest wird im Rahmen des Multivan Surf Cups nicht am Brandenburger Strand, sondern in Hörnum ausgetragen

Waveriding

Waveriding gilt als die Königsdisziplin im Windsurfen. Hierbei ist nicht nur der Wind, sondern auch die Wellenhöhe entscheidend. Ab 5 Windstärken (15 Knoten) und einer Wellenhöhe von mindestens 1,5m gehen die besten Trickser an den Start. Gestartet wird im K.O.-System – Mann-gegen-Mann. Ziel ist es, die schönsten Wellenritte und besten Sprünge einer ausgewähltenJury zu präsentieren. Die Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl qualifizieren sich von Runde zu Runde, bis die besten beiden Waverider schließlich das Finale unter sich bestreiten.

Choppy Water/mediahouse.one

Damit ihr von Land aus oder beim Flanieren über den Strand eure Selfies schon mit den Deutschen Meistern 2017 machen könnt, stellen wir euch hier die Favoriten vor

Racing & Slalom

Vincent Langer (GER-1) aus Kiel (amtierender Deutscher Meister)
Nicolas Prien, (GER-7) aus Schönberg (Vize-Deutscher-Meister)
Gunnar Asmussen (GER-2) aus Flensburg (Slalom-Experte)
Dennis Müller (GER-89) von Norderney (Multitalent über alle Disziplinen)

Freestyle

Valentin Böckler (GER-315) (Organisator German Freestyle Battles)
Mathias Genkel (GER-984) (Sieger der Rangliste 2016)
Johanna Rümenapp (GER-190) (Siegerin der Rangliste 2016)

Waveriding

Leon Jamaer (GER-208) aus Kiel (Ranglistensieger 2016)
Max Dröge (GER-3) aus Kiel (2. Platz Waveriding)
Fabian Weber (GER-999) (3. Platz Waveriding)

Wann wird wo gestartet?

Ob und wo die Wettkämpfe stattfinden können, ist von mehreren Faktoren abhängig. Da ist es auf der einen Seite natürlich gleichermaßen für Teilnehmer und Zuschauer enttäuschend, wenn die Verhältnisse einen Wettkampf nicht zulassen, macht auf der anderen Seite aber auch wunderbar deutlich, dass Windsurfen ein Sport mit der Natur ist.

Für welche Disziplin welche Voraussetzungen stimmen müssen, hat uns der amtierende Deutsche Meister Vincent Langer (GER-1) erklärt:

Auf Sylt gibt es zwei vorherrschende Windrichtungen: Ostwind und Westwind. Ostwind ist in Westerland ablandig und eher schwach. Deshalb wird hier in der Regel die Disziplin Racing gefahren. Bei Westwind (auflandig) ist in Westerland mit hohen Wellen zu rechnen, sodass die Disziplin Slalom zum Zuge kommt. Bei schwachem Westwind ist aber auch die Racing möglich, dann sogar früher als bei 3 Windstärken. Ab 4 Windstärken und Westwind sind für die Besucher spannende Slalom-Rennen ganz dicht unter Land zu erwarten. Bei Süd-West oder Nord-West und 5 Windstärken kommen die Waverider und Freestyler zum Zuge und bieten eine spektakuläre Show an der Wasserkante.

Und sonst so beim Surf Cup Sylt?

Choppy Water/mediahouse.one

Neben der sportlichen Action auf dem Wasser wird allen Surfbegeisterten, aber auch dem vielleicht eher passiven Sylt-Besucher noch einiges mehr geboten. Eine für so ein Event obligatorische Flaniermeile lädt zum Schlemmen und ausgiebigen Shoppen ein. Vom kompletten Outfit im surfertypischen Style über allerlei (Wassersport)-Gadgets bis hin zur Bulli-Ausstellung aller legendären Modelle von T1 bis T6 des Titelsponsors ist viel zu entdecken und meist auch zu ergattern. Die nötige Entspannung nach einem aufregenden Sommertag findet sich im Beach Club mit direktem Blick auf den legendären Sonnenuntergang vor Westerland. Dazu ein kühles Flens (die sind auch Sponsor) oder einen leckeren Cocktail und chillige Lounge-Music der Liveband Urban Beach – und der Tag lässt sich locker ausklingen.

Alle Programmpunkte und aktuelle Informationen findet ihr auch auf www.surfcup-sylt.de

Der Artikel „Surf Cup Sylt“ ist im SEASIDE Magazin 2017 erschienen, das hier in unserem Shop erhältlich ist.