Nach zehn Jahren in St. Peter-Ording wechselt der einzige Deutsche Tour-Stopp der Kitesurf Worldtour in diesem Jahr von der Nordsee an die Ostsee. Ein großer Wurf für Fehmarn. Immerhin ist es das größte Kitesurf-Event der Welt, bei dem die weltweit besten Kitesurfer in den Disziplinen Freestyle und Slalom antreten.

Vom 26. August bis zum 4. September 2016 gehört der Südstrand auf Fehmarn der Kitesurf-Elite und allen, die die spektakulären Stunts und Rennen aus der Nähe erleben wollen.Hunderttausenden Fans, aber auch allen anderen Besuchern und Urlaubern wird in dieser Zeit dabei nicht nur Kitesurf-Weltklasse gezeigt, sondern eine echte Wassersport-Party. Ein prall gefülltes

Kitesurf Village

Rahmenprogramm den ganzen Tag über, live Musik-Acts und im Kitesurf Village alles an Equipment, mit dem sich der Kitesurfer schon immer mal ausrüsten wollte, machen Fehmarn umso mehr zum Kitesurf-Eldorado. Nach St. PeterOrding kamen zum Schluss 210.000 Besucher. Mit dem Gesamtpaket
an Infrastruktur können es auf Fehmarn schnell weitaus mehr werden. Oft zitiert und immer noch wahr: Fehmarn ist einer der sonnenreichsten Plätze in Deutschland.
Klar, dass es viele Hotelbetten und Privatunterkünfte gibt. Wer dabei sein will und auf gemauerte Außenwände und ein festes Dach über dem Kopf besonderen Wert legt, sollte sich aber früh um eine Unterkunft kümmern.

Standesgemäß lässig lässt es sich im Bulli, Wohnmobil oder Zelt auf dem extra eingerichteten Campground übernachten. Zumindest theoretisch, denn die Party geht ja auch nachts weiter. Vom Campground zum Eventgelände, von dort zur Wettkampf-Area an den Strand und zurück. Alles in maximal 15 Minuten. Zurück zum Sport. Als Austra-gungsort eine Insel zu wählen, bringt ein paar Vorteile mit sich. Die Chance, die Windrichtung festzulegen, tendiert eher gegen Null. Machbar ist aber – und das geht eben auf Fehmarn besonders gut –, den Wettkampfstandort auf der Insel den Windverhältnissen anzupassen. Und genau das werden die Veranstalter auch machen. Auf der Ostsee beispielsweise sind die Voraussetzungen bei Windrichtung Ost bis Südwest optimal, während sich bei Wind aus Richtung West bis Nordost die Fläche auf dem Burger Binnensee zwischen dem Yachthafen und dem Naturschutzgebiet anbietet. Leider haben wir hier nicht den Platz, alle Sportler vorzustellen. Darüber können und sollen Sie sich aber gerne ausgiebig auf der Event-Webseite informieren. Die Kitesurfer-Gemeinde ist eine große, internationale Familie, aber aus patriotischer Sicht noch das: Beim deutschen Team steht vor allem Mario Rodwald im Fokus. Nach seiner schweren Verletzung beim Kitesurf World Cup in St. Peter-Ording vor zwei Jahren und einem gescheiterten Comeback im vergangenen Jahr wird der Freestyler 2016 wieder dabei sein. Als beste Deutsche tritt Sabrina Lutz im Freestyle der Damen an. Bei den Slalom-Sportlern stehen aus deutscher Sicht vor allem Christine Bönniger und Florian Gruber im Vordergrund. Gruber siegte beim letztjährigen Slalom-Wettbewerb vor St. Peter-Ording und wurde Gesamtsieger der World Tour.

Fotos: moritzbeck.de

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